Studien
Umfrage "Firma & Familie" der hessenstiftung – familie hat zukunft zusammen mit den hessischen Unternehmerverbänden (VhU), der IGS Organisationsberatung, der Frankfurter Rundschau und der Wirtschaftszeitung Aktiv
Im Konfliktfall von Beruf und Familienleben sind Kinder wichtiger als die Karriere.
So haben fast zwei Drittel der Befragten schon einmal zugunsten einer besseren Vereinbarkeit auf einen Karriereschritt oder andere berufliche Erfolge verzichtet. 96 Prozent sagen, dass Familienfreundlichkeit für sie von Bedeutung ist. Fast 80 Prozent empfinden es als schwierig, Arbeit und die familiären Wünsche und Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Die Bremser sind oft die unmittelbaren Vorgesetzten. Viel Hilfe durch Personalabteilungen, Betriebs- oder Personalräte haben die Mitarbeiter aber auch noch nicht zu erwarten.
Betriebswirtschaftliche Effekte einer familienbewussten Personalpolitik
Quelle: Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik
Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Mangels an Fachkräften eines der gesellschaftlichen Schlüsselthemen. Unternehmen können dabei über eine familienbewusste Personalpolitik einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Konflikten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie leisten. Offen ist allerdings, ob sich eine familienbewusste Personalpolitik für die Unternehmen auch rechnet. Einen ersten Befund zu dieser Fragestellung generierte das Forschungszentrum für Familienbewusste Personalpolitik (FFP) bereits im Jahr 2006 durch eine Befragung der Teilnehmer des audit berufundfamilie. Die Untersuchung erbrachte erste Hinweise auf eine positive Beeinflussung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen durch eine familienbewusste Personalpolitik. Nunmehr liegen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.001 Unternehmen vor, auf deren Basis erstmals verlässliche und generalisierbare Aussagen über die betriebswirtschaftlichen Effekte einer familienbewussten Personalpolitik möglich sind.
Familienbewusste Gestaltung der Arbeitswelt in Rheinland-Pfalz - Gegenwart und Zukunft
Ein wichtiger Schritt zu einer familienbewussten Arbeitswelt ist es, bestehende Barrieren zu erkennen und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei deren Abbau zu beraten und zu unterstützen. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen hat deshalb gemeinsam mit dem Landesbeirat für Familienpolitik eine Studie zum Stand und den Perspektiven einer familienfreundlichen Arbeitswelt in Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben.
Die Ergebnisse dieser detaillierten Befragung privater und öffentlicher Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber machen deutlich, dass es bei den Unternehmen noch ein immenses Potenzial zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt, das genutzt werden sollte.
Nutzbar gemacht sind die Ergebnisse dieser und einer weiteren, ergänzenden Studie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Personalverantwortliche und Arbeitnehmervertretungen unter anderem in einer Handreichung mit Best-Practice-Beispielen. Darüber hinaus hat das Arbeitsministerium im Dezember 2005 einen Kongress zum Thema „Familienbewusste Arbeitswelt” unter breiter Beteiligung von Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik veranstaltet.
