Neue Chancen 6.000 plus für Jung und Alt

Mit unserer im Herbst 2005 initiierten Arbeitsmarktinitiative „Neue Chancen: 6000 plus für Jung und Alt“ haben wir unsere Anstrengungen für mehr Arbeit und Beschäftigung in Rheinland-Pfalz noch einmal verstärkt. Dabei geht es uns vor allem um arbeitslose junge Menschen und ältere Arbeitslose. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitsmarktinitiative sind die Maßnahmen für Jugendliche ohne Arbeit und Ausbildung. Viele dieser Jugendlichen kommen aus sozial schwierigen Familienverhältnissen, haben Sprachprobleme oder Lernschwierigkeiten, manchen fehlt ein Schulabschluss oder ein qualifiziertes Abschlusszeugnis. Gerade diese schwer zu vermittelnden Jugendlichen stehen im Blickpunkt unserer Initiative, weil sie ohne eine auf ihren Bedarf abgestimmte Unterstützung keine Chance auf einen erfolgreichen beruflichen Einstieg haben. Die Initiative „Neue Chancen: 6.000 plus für Jung und Alt“ umfasst insbesondere nachfolgende Fördermaßnahmen für Jugendliche ohne Arbeit und Ausbildung:

Nachholender Schulabschluss

Eine fundierte schulische Ausbildung gehört zu den Vorraussetzungen für den Einstieg in das Berufsleben. Für Jugendliche ohne Schulabschluss fördert die Landesregierung deshalb Kurse zum Nachholen des Schulabschlusses, die auch den spezifischen Bedarf an Schulung und pädagogischer Betreuung dieser Jugendlichen berücksichtigen.

Fit für den Job

Jugendliche, die die einjährige Berufsfachschule 1 (BF I ) ohne qualifizierten Abschluss verlassen, haben es schwer, eine Ausbildungsstelle zu finden. Die Landesregierung hat deshalb ein Förderansatz aufgelegt, um über berufsbildende Maßnahmen die Chancen dieser Gruppe zu verbessern. Neben Bewerbungstrainings erhalten die Jugendlichen praxisnahe Einblicke in Berufsbilder und fachbezogene Qualifikationen. Zudem werden sie sozialpädagogisch betreut. Damit werden die Chancen der Jugendlichen auf einen Berufseinstieg vereinfacht.

Vertiefte Berufsorientierung

Das frühzeitige Auseinandersetzen mit den eigenen beruflichen Perspektiven ist der Ansatzpunkt für Projekte zur vertieften Berufsorientierung. Berufswunsch und Ausbildungsmöglichkeiten sollen passgenau untereinander in Einklang gebracht werden. Besondere Zielgruppen der Projekte sind Jugendliche mit Unterstützungs- und Informationsbedarf. Vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit engem Berufswahlspektrum oder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen sollen danach praktizieren. Vorhandene Defizite können so frühzeitig aufgearbeitet und wichtige Informationen vermittelt werden.

Fortführung der bewährten Maßnahmen und Projekte

Neben den vier neuen Fördermaßnahmen setzt die Landesregierung auch weiter auf die bewährten Maßnahmen und Projekte, um jungen Menschen die Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und mit beruflicher Qualifikation und Weiterbildung neue Berufsperspektiven zu schaffen. So fördert die Landesregierung neben vielfältigen Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekten auch weiterhin die Job- Füxe, die Jugend-Scouts und das Berufsmentoring.